my tenth and last week in london

Wohnort:Berlin,Verfassung:irgendwie komisch

Wie unschwer zu erkennen ist, bin ich tatsächlich schon wieder in Berlin. Es ist komisch wieder zu Hause zu sein- alles ist so bekannt und doch noch etwas fremd. Natürlich bin ich glücklich wieder bei meiner Familie und meinen Freunden zu sein, die mich auch am Flughafen ganz wunderbar wieder in Berlin willkommen geheißen haben, aber nun zu wissen, dass das Abenteuer Auslandspraktikum wirklich vorbei ist, macht mich doch schon ziemlich traurig. An dieser Stelle möchte ich mich deshalb bei allen Menschen bedanken, die es ermöglicht haben, dass mein Traum „leben und arbeiten im Ausland“ wirklich in Erfüllung gegangen ist. Allen voran natürlich dem rbb, meinem Ausbildungsbetrieb, der Louise-Schröder-Schule, vor allem Frau Hauke, die mich immer tatkräftig unterstützt hat und der Mary Evans Picture Library, die mich in ihrer kleinen Familie so freundlich aufgenommen haben. Aber natürlich auch ein großes Dankeschön an meine Familie und Freunde, die mir immer zur Seite gestanden und mir Mut zugesprochen haben.
Ich bin wirklich dankbar, dass ich so viele tolle Menschen kennen lernen durfte und ich nun weiß, dass ich mich auch in einer so großen Metropole wie London zurecht finden und zu Hause fühlen kann.
Das wird jetzt der letzte Post in diesem Blog sein und da ich in der letzten Woche Urlaub hatte, wird er etwas kürzer ausfallen, also viel Spaß! 🙂

Nachdem ich meinen letzten Arbeitstag tränenreich beendet hatte, fuhr ich in die City, um mich mit meiner Schwester und Anne zu treffen- die hatten den Tag über mit Sightseeing verbracht und waren dementsprechend müde, als ich sie am Charing Cross traf. Ganz entspannt gingen wir dann noch in den White Swan, einen der vielen alten Pubs, und genossen, wie alle anderen mit einem Ale den sommerlichen Abend. Am Samstag stand dann am Morgen die Wachablösung am Buckingham Palace und der Portobello Market in Notting Hill auf dem Plan- fleißig wie meine Schwester ist, hatte sie nämlich zuvor in Berlin einen Super-Plan ausgearbeitet, wie wir die eine Woche zusammen am besten nutzen können, um so viel wie möglich London zu sehen. Da ich ja schon die ein oder andere Ecke Londons kenne, wurde ich ein bisschen der Guide. Nach dem wir gute fünf Stunden auf dem wunderbaren Straßenmarkt in Notting Hill verbracht hatte, ging es dann abends noch auf den Lewisham Model Market, wo wir den Abend entspannt mit einem Ale bzw. Cider ausklingen ließen. Am nächsten Tag kam dann Camden Town an die Reihe und wie erwartet, waren meine Schwester und Anne begeistert von den versteckten Läden und Ständen. Danach machten wir noch einen Abstecher zum Notting Hill Carnival.
Bis dato hatte das Wetter wunderbar mitgespielt, aber wie es das Schicksal wollte, begann der Montagmorgen mit starkem Regen, und das gerade an dem Tag, an dem wir auf dem Heath frühstücken wollten!! Ich war wirklich traurig, da ich michgerade darauf schon sehr gefreut hatte, aber so aßen wir dann die Schokoladen-Pancakes im Wohnzimmer und hofften darauf, dass es wenigstens am Mittag aufhören würde zu regnen. Kürzen wir das an dieser Stelle hier ab: Es hat NICHT aufgehört zu regnen, was überaus ärgerlich war, denn nicht nur das Frühstück auf dem Heath, sondern auch unserer Harry Potter-Walk fiel damit buchstäblich ins Wasser. Da wir drei Mädels große Harry Potter Fans sind, wollte wir eigentlich zuerst die Harry Potter Tour durch die Studios machen, da man die Tickets aber vorher bestellen hätte müssen und sie auch wirklich nicht sehr billig gewesen wären, entschlossen wir uns, den sogenannten Harry Potter Walk zu machen. Zur Erklärung: Man kann sich im Internet eine PDF-Datei zuschicken lassen, die eben diesen Walk beinhaltet. Man wird an Drehplätzen vorbeigeführt und an Orten, die J.K.Rowling als Inspiration für die Bücher dienten. Auch kleine unbekannte Gassen bekommt man durch diesen Walk zu Gesicht. Er ist wirklich nur zu Empfehlen, aber man sollte sich wirklich dafür einen Tag aussuchen, wo die Regenwahrscheinlichkeit sehr sehr gering ist. Wir nämlich wurden super super nass und wenn ich schon „super super“ nass sage, dann meine ich auch wirklich super super nass. Meine Schuhe konnte ich danach wegschmeißen. Deshalb konnten wir den Walk auch leider nicht komplett machen, nach circa drei Stunden waren wir einfach zu nass, zu genervt und als dann auch noch ein kalter Wind aufkam, war uns die Lust und Laune daran wirklich gründlich vergangen- aber eine gute Sache hatte das Ganze ja.. jetzt müssen wir auf jeden Fall nochmal nach London, um den Walk zu beenden ;).
Nachdem wir dann komplett durchnässt zu Hause angekommen waren und es auch nicht den Anschein machte, dass es in nächster Zeit nochmal aufhören würde zu regnen, entschlossen wir uns, uns einen ganz entspannten Nachmittag zu machen.
Der Dienstag wurde rein wetter-technisch leider auch nicht besser. Obwohl der Wetterbericht etwas anderes vorhergesagt hat (wer in London wirklich zuverlässig das Wetter voraussagen könnte, würde damit ein heiden Geld verdienen) regnet es schon wieder! Dabei stand heute der Tower of London auf dem Plan! Meine Schwester und ich sind große Geschichtsfans, gerade was die englische Geschichte betrifft, sodass der Tower of London (wo z.B. Anne Boleyn, zweite Frau von Henry VIII.,geköpft wurde) ein absolutes Muss für uns war. Also machten wir uns mal wieder mit Regenjacken und Regenschirmen bewaffnet auf den Weg zur London Bridge, um dann bis zur Tower Bridge und über die Tower Bridge bis zum Tower of London zu laufen. Als wir über die Tower Bridge, nach nur einem 15 Minütigen Fußweg, liefen, waren wir schon wieder komplett durchnässt. Trotz alle dem wurde der Tower of London dann ein voller Erfolg, und wir genossen es, in diesen alten, wunderbar geschichtsreichen Gemäuern, umher zu wandern. Nach dem Tower ging es dann erstmal zum Aufwärmen in einen Starbucks Coffee und danach weiter zur St. Paul’s Cathedral, zur Millenniums Bridge, nach Temple, zum Royal Court of Justice (meine Schwester und Anne studieren beide Jura) und schlussendlich zum Blackfriar Pub, wo wir Luise und Josi trafen, zwei sehr gute Freundinnen von mir aus meiner alten Schule. Halbwegs trocken genossen wir dann bei Ale, Cider und pub food, die wunderbare Atmosphäre in dem alten Pub und danach ging es dann nochmal gemeinsam zum Bahnhof Kings Cross, wo wir alle ein wenig im dem Harry Potter store stöberten.
Am Mittwoch war dann shoppen auf der Oxford Street angesagt und abends kamen Ben, Robb, Luise und Josi zum gemeinsamen „Abschieds-Dinner“. Es war wirklich toll die beiden Jungs noch einmal zu sehen bevor ich geflogen bin, da mir die beiden wirklich ans Herz gewachsen sind. Da wir nicht alle Geschäfte auf der Oxford Street am Mittwoch geschafft hatten (da ja Vorbereitungen für das Dinner getroffen werden mussten), setzten wir unsere Shopping Tour am Donnerstag, nach dem wir zuvor noch in der Bakerstreet waren (ja, wir sind auch große Sherlock Holmes Fans), fort. Dann brachte ich meine Schwester und Anne schweren Herzens noch zur U-Bahnstation, da die beiden am Donnerstag schon wieder geflogen sind. Ich war wirklich traurig und wäre irgendwie am liebsten mit geflogen, da ich ja wusste, dass ich am Samstag wieder alles alleine machen musste und ich es wirklich entspannter gefunden hätte, wenn ich noch jemanden gehabt hätte, mit dem ich nach Hause hätte fliegen können. Am Abend fing ich dann schon einmal an alle Sachen zusammen zu suchen, da ich mir vorgenommen hatte, am Freitag morgen zu packen.
Am Freitag traf ich mich dann nach dem ich meinen Koffer und meinen Rucksack gepackt hatte mit Luise und Josi und zusammen verbrachten wir den Mittag/Nachtmittag im Greenwich Park- die beiden sind dann am Abend wieder geflogen.
Am Samstag war es dann soweit- so surreal es mir auch vorkam. Gegen 11:30 machte ich mich schwer beladen auf den Weg zur Lewisham Station, wo mich der Zug zum Charing Cross brachte. Danach ging es zu Fuß weiter bis Embankment, dann mit der District Line bis Baron’s Court und dann weiter mit der Piccadilly Line bis zum Heathrow Terminal 5. Nach anderthalb Stunden kam ich vollkommen erschöpft am Airport an und gab zunächst mein Gepäck auf. Das war dann noch einmal ein bisschen aufregend, da ich nicht wusste, wie schwer mein Koffer tatsächlich war, aber alles ging gut und ich musste nichts bezahlen. Dann wurde jedoch das Gate für den Flug auf der Anzeigetafel nicht angezeigt, was mich leicht in Panik versetzte. Als mein Rücken dann unter der Last meines Rucksackes zu brechen drohte und ich einfach nur super genervt war, sprach ich kurzerhand eine Frau an, die anscheinend auch auf den Flug nach Berlin wartete. Da auch sie keinen blassen Schimmer hatte, suchten wir gemeinsam dann das Flughafenpersonal auf,die uns mitteilten, dass wir vom Gate 10a fliegen würden und dass die Anzeigetafel gerade nur etwas spinne. Schlussendlich sind wir dann eine Stunde später los geflogen (um 16:35 anstatt 15:35), doch der Pilot hat sich anscheinend ins Zeug gelegt, da wir nur eine halbe Stunde Verspätung hatten, als wir in Tegel ankamen. Dort erwarteten mich schon meine Familie und Freunde mit einem riesigen Banner, Blumen, Küssen und Umarmungen. Die Tränen flossen in Strömen, es war wunderbar und ging noch weiter. Als ich zu Hause ankam, klingelte es nur 10/15min später an der Haustür und noch mehr Freunde kamen, um mich willkommen zu heißen. Ich glaube manchmal bemerkt man erst, wie doll man jemanden vermisst hat, wenn man ihn endlich wieder in die Arme schließen kann.

Jetzt bin ich schon wieder eine Woche zu Hause und habe mich schon ein bisschen wieder eingelebt. Ich vermisse London, aber ich bin auch glücklich wieder hier zu sein. Und London ist ja nicht aus der Welt- ich habe dort so viele tolle Menschen kennen gelernt, die mich mit offenen Armen empfangen werden, wenn ich wieder einmal dort bin. Und wer weiß.. vielleicht wird ja London auch irgendwann mal meine Heimat- jetzt noch nicht, aber irgendwann vielleicht ..?

Cheers, eure Maddie 😉

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my ninth week in london

Wohnort:London/Lewisham,Verfassung:entspannt

Meine neunte Woche in London bedeutet gleichzeitig meine letzte Arbeitswoche. Es ist unfassbar, wie schnell die Zeit hier vergangen ist und ich bin wirklich traurig, dass ich nun bald wieder nach Berlin fliege- bzw. was heißt traurig, ich freue mich natürlich sehr doll endlich meine Familie und meine Freunde wiedersehen zu können, doch natürlich war das hier, meine Zeit in London, ein absolutes Abenteuer, auf das ich mich anderthalb Jahre gefreut habe. Deshalb ist es nun etwas schwierig zu akzeptieren, dass dieses Abenteuer nun bald zu ende ist. Aber jetzt erstmal der Bericht über meine vorletzte Woche in London.

Nach meinem doch sehr anstrengenden Kultur-Wochenende startete ich etwas erschöpft in meine letzte Arbeitswoche. Da Tom schon ab Mittwoch im Urlaub sein sollte, suchte er mir noch ein paar Sachen raus, die mich die ganze Woche über beschäftigen sollten. Ich verschlagwortete die zuvor von Luci ausgewählten Karikaturen (von Heath Robinson) und andere Bilder aus dem Magazin The Sketch aus dem Jahr 1910. Vor dem Ersten Weltkrieg kamen immer und immer wieder die Gerüchte auf, dass die Deutschen eine Invasion auf England planten, und vor allem Heath Robinson hat diese Gerüchte und „Panikmache“ in seinen Karikaturen künstlerisch dargestellt. Darüber hinaus hatte Luci auch noch andere Bilder markiert, die es zu verschlagworten galt. Darunter auch ein Foto von dem legendären Pferderennen in Ascot, dass die Besuchertribüne einmal vor 1910 und einmal im Mai 1910 zeigte. Vor 1910 waren die Besucher bunt und farbenfroh gekleidet, wohin gegen im Mai 1910 alle Menschen und wirklich ausnahmslos ALLE Menschen schwarz trugen, denn im Mai 1910 starb der damalige König Edward VII. Diese Staatstrauer zu sehen, vor allem im Vergleich, war erstaunlich und der Unterschied wirklich beeindruckend. Mit der Verschlagwortung dieser Bilder war ich dann bis Donnerstag Mittag beschäftigt, doch glücklicherweise gibt es in Picture Library immer etwas, dass man machen kann, sodass ich ab Donnerstag dann noch die von mir vor ein paar Wochen gescannten Bilder aus dem London Life Magazine von 1966 verschlagwortet habe. 
Am Mittwoch musste ich mich dann ja schon von Tom verabschieden. Es war wirklich richtig komisch zu wissen, dass ich ihn jetzt erst einmal eine ganze ganze lange Weile nicht mehr wieder sehen werde und ich war wirklich traurig- er hat so viel für mich getan, hat das Praktikum möglich gemacht und mir mit seiner offenen, herzlichen Art eine tolle Zeit und Arbeit in der Picture Library beschert. Und als ich dann auch noch meinen letter of recommendation bekommen habe und gelesen habe, was er da über mich rein geschrieben hat, konnte ich meine Tränen nur gerade so unterdrücken. Das gab mir dann schon einmal einen leichten Vorgeschmack wie das an meinem letzten Arbeitstag werden würde. Und natürlich kam es dann auch so wie ich es erwartet hatte. Nachdem ich den ganzen Freitag Morgen schon ziemlich geknickt und irgendwie auch schlecht drauf war, bekam ich dann nach dem letzten Spaziergang mit Ben und Robb, eine riesengroße Goodie Bag von der Picture Library von den beiden in die Hand gedrückt. Da waren super viele Sachen drin, die ich mir unbedingt noch einmal alle genau anschauen muss, doch vor allem als ich die Karte gelesen habe, die von oben bis unten, von rechts bis links, komplett mit lieben Worten meiner Kollegen vollgeschrieben ist, konnte ich nicht mehr. Ich konnte mir die Tränen gerade noch vor Ben und Robb verkneifen, aber als ich nach oben kam, liefen die kleinen Tränchen schon hemmungslos und fast hätte Shenda ebenfalls noch angefangen zu weinen. Nach dem mich dann jeder einmal in den Arm genommen hatte ging es mir dann auch wieder besser, aber der Abschied viel mir wirklich super schwer. 

Erleichtert wurde er aber von einem super tollen Ereignis am Donnerstag. Denn am Donnerstag kam meine Schwester in London an!! Und am Abend sollte auch noch Anne, eine Freundin von uns ankommen! Ich denke, wenn die beiden am Freitag dann nicht da gewesen wären, um mich ganz doll zu umarmen, wäre es mir noch schwerer gefallen. Da meine Schwester gegen 14 Uhr in Blackheath ankam (die beiden hatten nämlich für ihre Woche Aufenthalt noch ein Zimmer bei Maggie gebucht), fragte ich Tom ein paar Tage davor, ob es ok sein würde, wenn ich sie dann von der Station abholen und etwas früher gehen könnte, und wie erwartet hatte er natürlich nichts dagegen. Also machten meine Schwester und ich uns mit ihrem Koffer gegen 16 Uhr auf den Weg nach Hause, gingen dann noch einkaufen und holten am Abend gegen 9:30pm unsere Freundin von der Lewisham Station ab. Ich muss ehrlich sagen, dass ich es zu Beginn total surreal fand, dass die beiden plötzlich in meinem Zimmer in London saßen, da ich ja irgendwie mein eigenes kleines Leben hier hatte und auf einmal krachen die „Berlin-Welt“ und die „London-Welt“ auf einander. Aber was soll ich sagen, ich habe mich natürlich trotz alledem super super doll gefreut und es sollte eine ereignisreiche Woche (also meine letzte Woche) werden, aber davon erfahrt ihr dann in meinem letzten Blogeintrag, der wohl schon wieder aus Berlin geschrieben wird. 

In dem Sinne, Cheers und bis bald meine Lieben, bald bin ich wieder in der Heimat! 🙂

what a cultural weekend!

Wohnort:London/Lewisham,Verfassung:geschafft

Wie auch dieser Beitragstitel verrät, liegt ein kulturelles Wochenende hinter mir. Und ich kann wirklich nur jedem empfehlen, der die Zeit und die Lust dazu hat, die zahlreichen kulturellen Angebote in London wahrzunehmen, denn im Gegensatz zu Berlin ist hier der Eintritt für die meisten Gallerien und Museen frei (Einschränkung: die Museen und Gallerien, die staatlich gefördert werden)! Möchte man besondere Ausstellungen besuchen, muss man dafür zwar bezahlen, aber auch die „Dauerausstellungen“, die umsonst sind, sind absolut sehenswert!

Am Freitagabend machte ich also Pläne für das Wochenende und am Samstag morgen, nach dem ich noch eingekauft hatte, setzte ich diese dann auch gleich in die Tat um. Von Lewisham machte ich mich zu nächst auf den Weg nach Greenwich, denn dort gibt es einen foot tunnel also einen Fußgängertunnel, der unter der Themse zur Isle of Dogs führt. Dort angekommen (ich muss zugeben, es war schon ein etwas komisches Gefühl) ging es weiter bis Canary Wharf. Nach einer guten Stunde strammen Fußmarsches (ja, ich habe mich natürlich auch das ein oder andere Mal verlaufen- wäre ja sonst auch langweilig) kam ich dann an und nahm die jubilee line bis Waterloo Station. Glücklicherweise spielte das Wetter mit, sodass ich von Waterloo Station bis zum Tate Modern, vom Tate Modern weiter bis zum British Museum und vom British Museum zur National Portrait Gallery laufen konnte. Und in jedem der aufgezählten Kulturhäuser habe ich wirklich tolle Sachen gesehen! Also hier nochmal der Appell: wenn ihr etwas länger in London seid, nehmt die Kultur-Angebote hier unbedingt wahr- es lohnt sich wirklich! Nach der National Portrait Gallery machte ich dann noch einen kleinen Abstecher nach Seven Dials, wo ein kleines Festival war, dann ging es weiter zum Trafalgar Square. Da es glücklicherweise nicht allzu voll war, setzte ich mich an einen der Brunnen und aß mein von zu Hause mitgenommenes Sandwich. Über die  Westminster Bridge, mit dem von der Abendsonne herrlich angestrahlten Big Ben und dem Houses of Parliament im Rücken, ging es dann wieder zurück zu Waterloo Station. Erschöpft kam ich dann gegen 7pm wieder zu Hause an und musste ich mich erst einmal ausruhen.
Was ich ganz vergessen hatte zu erwähnen: Am Montag (also als Matteo und Annachiara nach Hase geflogen sind) ist eine amerikanische Familie angekommen..leider muss ich zugeben, dass ich nicht mal weiß wie die drei heißen, denn a) waren sie nicht wirklich zu Hause und b) wenn sie zu Hause waren, haben sie gar nicht wirklich gesprochen- was ich total schade fand, denn ich finde es immer super aufregend, wenn neue Gäste kommen! Aber nun ja, die drei sind auch nur eine Woche geblieben.. als ich am Sonntag aufgestanden bin, waren sie schon wieder weg.
Da Maggie zusammen mit Nick das Wochenende über in Budapest war, bedeutete das also Sonntag morgen für mich: das ganze Haus für mich allein! Nach dem anstregenden Samstag hieß das dann erstmal ausgiebig Frühstücken und Duschen. Danach ging mein kulturelles Wochenende weiter. Erneut machte ich mich auf den Weg nach Greenwich, um dort das National Maritime Museum und das Royal Observatory zu besuchen (auch hier wieder: die Dauerausstellungen sind kostenlos!). Nach dem National Maritime Museum ging es dann noch weiter zum Greenwich Market (ebenfalls sehr zu empfehlen.. wie irgendwie alles hier in London 😉 ), wo mich dann prompt der britische Regen erwischte und ich plitsche nass wurde. Aber was solls, nach 15 Minuten schien ja die Sonne wieder, so als wäre nie etwas gewesen. An das Wetter hier werde ich mich nie gewöhnen!! Gegen 2pm machte ich mich dann wieder auf den Rückweg, da ich noch um 4.30pm mit Esther an der Moorgate Station auf einen Kaffee verabredet war. Esther ist eine Freundin von Maggie, die ich über Isa und Julien kennen gelernt habe. Da wir es die ganze Zeit irgendwie nicht geschafft haben uns zu treffen, ich aber ja nun bald schon wieder fliege, räumten wir uns extra beide den Sonntag frei. Zusammen liefen wir dann weiter bis zum Liverpool Street Station wo wir uns ein nettes kleines Café suchten und mit Latte und Raspberry/White Chocolate-Muffin quatschten wir dann ausgiebig über die letzten Wochen. Gegen 8pm war ich dann wieder zu Hause, machte mir etwas leichtes zu essen und skypte dann noch mit der Heimat.
Das war mein cultural weekend, das, obwohl es ziemlich vollgestopft war, einfach wunderbar war! 🙂

Cheers und bis bald meine Lieben ! 🙂

Impressionen: 

national maritime museum

national maritime museum

national maritime museum

national maritime museum

national maritime museum

national maritime museum

royal observatory

royal observatory

aussicht vom royal observatory aus

aussicht vom royal observatory aus

national gallery

national gallery

der big ben muss IMMER fotografiert werden <3

der big ben muss IMMER fotografiert werden ❤

royal observatory

royal observatory

national portrait gallery

national portrait gallery

seven dials

seven dials

british museum

british museum

tate modern

tate modern

st. paul's & millennium bridge

st. paul’s & millennium bridge

canary wharf

canary wharf

tate modern

tate modern

tate modern

tate modern

picasso im tate modern

picasso im tate modern

dalí im tate modern

dalí im tate modern

foot tunnel exit

foot tunnel exit

national maritime museum von isle of dogs

national maritime museum von isle of dogs

foot tunnel (so ein bisschen 'verschwommen' habe ich mich da unten auch gefühlt)

foot tunnel (so ein bisschen ‚verschwommen‘ habe ich mich da unten auch gefühlt)

runter in den foot tunnel!

runter in den foot tunnel!

cutty sark

cutty sark

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british museum

british museum

british museum

british museum

british museum

british museum

rosetta stone

rosetta stone

british museum

british museum

british museum

british museum

SAMSUNG CSC

seven dials

seven dials

seven dials - emergency poet!

seven dials – emergency poet!

my seventh and eighth week in london

Wohnort:London/Lewisham,Verfassung:tiefenentspannt

Wie schon am Beitragstitel deutlich wird, werde ich im folgenden Text meine siebte und achte Woche in London zusammenfassen, was ganz einfach damit zu erklären ist, dass in der letzten und (bis jetzt) in dieser Woche noch nicht allzu viel passiert ist, um darüber ausführlich zu berichten. Denn jeder der glaubt, dass man während des Auslandspraktikum nur unterwegs sein  und tolle Dinge erleben wird, sollte gewarnt sein. Natürlich kann man gerade in einer Stadt wie London unfassbar viele Sachen erleben, sehen und machen- aber das alles hat natürlich seinen Preis. Und es hat nicht nur seinen Preis, man muss dafür auch erstmal die Zeit haben, denn natürlich darf man nicht vergessen, dass man ja acht Stunden am Tag arbeitet. Und auch wenn für den ein oder anderen Geld und vielleicht auch Zeit keine allzu großere Rolle spielt, ist auch der Faktor der eigenen körperlichen Belastbarkeit kein geringer. Was ich damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen möchte ist folgendes: sollte sich jemand dazu entschließen ein Auslandspraktikum in einer fremden Stadt zu machen, sollte derjenige nicht erwarten, dass jeden Tag und jede Nacht nur Party angesagt ist, denn alleine zu leben ist a) ziemlich teuer (vor allem in einer Stadt wie London) und b) auch ziemlich anstregend, um ehrlich zu sein. Ich zum Beispiel wohne in Berlin noch bei meinen Eltern und weiß den Luxus, den ich dort habe, wirklich jetzt erst zu schätzen. Zu erst geht man acht Stunden arbeiten und danach, wenn man schon k.o vom Arbeitstag ist, muss man sich auch noch um den Haushalt kümmern: man muss Wäsche waschen, einkaufen gehen, Essen machen, aufräumen und und und. Man lebt und wohnt und arbeitet dann nun mal im Ausland und das ist vom Aufwand her genau der gleiche wie in Berlin oder sonst wo in Deutschland- das ist kein Urlaub. Diejenigen unter euch, die nun vielleicht denken, dass ich euch die Illusion von einem riesengroßen Abenteuer nehme, den sei gesagt: Nicht nur das Erleben von scheinbar wahnsinnig aufregenden Sachen in einer Großstadt wie London macht das ganze Unterfangen „Auslandspraktikum“ tatsächlich zu einem riesengroßen Abenteuer- allein das LEBEN in einer Großstadt wie London macht das alles schon unfassbar spannend! Also vergebt mir, wenn ich euch nicht jede Woche mit aufregenden Berichten beglücken kann- irgendwann braucht jeder ( und auch der Geldbeutel) mal eine Pause.

Wie schon ausführlich erwähnt, fing meine siebte Woche relativ ruhig an und blieb auch so. Auf Arbeit war ich bis zum Donnerstag (07.08.) mit der Verschlagwortung der gescannten Bilder beschäftigt und seitdem bin ich wieder mit dem Scannen und Bearbeiten von weiteren Bildern beschäftigt. Das hört sich vielleicht langweilig an, aber da es meisten wirklich interessante Bilder sind, habe ich damit kein Problem. Am Dienstag (05.08.) ging es dann zum ersten Mal zum hier ansässigen Lidl und was soll ich sagen, es war wirklich schön mal wieder Produkte aus der Heimat kaufen zu können 😉 Am darauffolgenden Mittwoch ging es dann nach der Arbeit mit Robb und Ben noch ins Hare and Billets und ich machte mit Annachiara und Matteo noch einen ausgiebigen Abendspaziergang. Das Wochenende, das ich eigentlich anders geplant hatte, wurde dann auch ziemlich entspannt. Da ich am Montag (11.08.) wieder zum lunch eingeteilt war – ja, ich wurde nicht mal wirklich gefragt, was ich aber mehr als Zeichen der Akzeptanz denn als Zeichen von Unhöflichkeit sehe- hieß es am Samstag; Großeinkauf! Da es der letzte lunch werden sollte, den ich vorbereiten konnte, dachte ich mir etwas Besonderes aus. Ich entschloss mich sweet and savoury pancakes zu machen- auf deutsch: süße und herzhafte Eierkuchen. So kaufte ich die Zutaten für den Eierkuchenteig, Erdbeeren, Heidelbeeren und Schlagsahne für die süßen und Schinken, Käse, Tomaten, Fetakäse und Frühlingszwiebeln für die herzhaften Eierkuchen ein. Am Sonntag morgen begab ich mich also gegen 11 Uhr in die Küche und begann 21 leckere Eierkuchen zu backen, während es draußen wie aus Eimer goss. Damit war ich dann erstmal ein wenig beschäftigt. Danach machte ich aus den Tomaten, dem Fetakäse, den Frühlingsziebeln, etwas Öl, Knoblauch und Gewürzen einen leckeren Salat, der neben den Käse-Schinken-Eierkuchen eine weitere herzhafte Variante am Montag werden würde. Als ich mit den Vorbereitungen dann endlich fertig war, hatte es auch aufgehört zu regnen, sodass ich mich auf das Fahrrad von Maggie schwang (ich hatte sie natürlich vorher gefragt) und noch eine Stunde durch Blackheath radelte. Am Abend verabschiedete ich mich dann noch von Annachiara und Matteo, da sie am Montag (11.08.) wieder nach Italien zurückfliegen würden und fiel erschöpft, aber glücklich ins Bett. 

Der Montag begann dann mit einem mühseligen Weg zur Arbeit. Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnt habe, aber mein Weg zur Arbeit ist geprägt von vielen kleineren und größeren Hügeln. Vollgepackt mit 21 wirklich schweren Eierkuchen und den anderen Zutaten kam ich auf Arbeit an und Rob und Ben, neugierig wie sie sind, begutachteten sofort die Eierkuchen. Um 11 Uhr schnitt ich dann die Erdbeeren klein und zuckerte sie zusammen mit den Heidelbeeren. Gegen viertel nach zwölf begann ich dann den Käse und den Schinken (<- für mich als Vegetarierin nicht ganz so angenehm) klein zu schneiden. In einer Pfanne erwärmte ich dann die Eierkuchen noch einmal und legte die herzhaften Sachen rauf, Nach einigen Minuten rollte ich die Eierkuchen samt den Zutaten zusammen, schnitt sie einmal in der Mitte durch und voilà fertig waren meine savoury pancakes. Und was soll ich sagen.. ich erntete jede Menge Komplimente und von den 21 Eierkuchen blieb kein einziger übrig – sehr zum Leidwesen von Maggie und ihrem Freund Nick. Die hatten nämlich schon am Sonntag auffällig oft auf den riesigen „Eierkuchenteller“ gestarrt und darauf gehofft, wenn etwas übrig bleibt, auch was ab zubekommen. 😉

Während der Woche wurde es dann zunehmend kälter und am Dienstag und Mittwoch erwischte der Regen Ben, Rob und mich in der Mittagspause. Da ich nicht wirklich für Regen und kalten Wind angezogen war, habe ich nun das Gefühl ein bisschen krank zu werden, aber ich halte mich mit ganz viel Tee warm. Am Donnerstag (gestern) suchte uns dann ein schon länger angekündigtes Sturmtief genannt „Bertha“ (Angaben ohne Gewähr, eine Kollegin von mir meinte sie hätte gehört das es so heißt) heim und es donnerte und blitzte und goss wie aus Eimern. Glücklicherweise hörte es aber gegen 17 Uhr auf, sodass ich auf dem Heimweg nicht ein bisschen nass wurde.
Jetzt ruhe ich mich noch ein bisschen aus, denn für das Wochenende stehen große Pläne bei mir an. Dazu dann aber im nächsten Beitrag mehr!

Cheers und bis bald! 🙂

my sixth week in london

Wohnort:London/Lewisham,Verfassung:entspannt

6 Wochen- das ist eine Menge und es bleiben nur noch 4. Jetzt heißt es also genießen..

Meine sechste Woche begann mit dem immer noch relativ aufregenden Ereignis, lunch für die Arbeit vorzubereiten. Die Muffins hatte ich ja schon am Sonntag gebacken, aber den mediterranen Nudelsalat mit Pesto, Fetakäse, frischen und getrockneten Tomaten und Parmesan musste ich noch auf Arbeit zubereiten, da Maggie keine Schüssel hat, die groß genug für den Salat gewesen wäre. Also machte ich mich am Morgen vollbeladen auf den Weg. Um 11 Uhr begab ich mich dann in die Teeküche um schon mal die Nudeln vorzukochen, damit sie auskühlen können- Ben gesellte sich zu mir und beäugte skeptisch meine 500g ungekochte Nudeln. Er war der Meinung das würde nicht reichen für alle, sodass er kurz entschlossen, die Reste der Nudeln, die von vorherigen lunchs übrig geblieben waren, mit in den Topf schüttete. Da die aber natürlich länger gekocht werden mussten, wurden meine Nudeln vielleicht ‚etwas‘ weich. Aber nun gut, der Salat hat trotzdem geschmeckt 🙂 Zusätzlich dazu hatte ich noch Käse, Wurst, Salat, Gurke, Tomate etc. mitgebracht, damit man sich Sandwiches machen konnte. Mein lunch wurde ein voller Erfolg! Gerade von den Strawberry Cheesecake Muffins, die eine ganze Erdbeere enthielten, die man aber von außen nicht sehen konnten, schwärmten meine Kollegen und ihre Komplimente beförderten mich geradewegs in den Siebten Back-Himmel 😉

Nachdem ich die Kinderbuch-Illustrationen fertig bearbeitet und in die Datenbank eingefügt hatte, ging es weiter mit meinem Scan-Projekt. Diesmal nahm ich mir zwei gebundene Bücher vor, die die Fotografien der Cabinet Portrait Gallery enthielten. Ben hatte zuvor mit Post- It’s markiert welche Fotografien noch nicht digital vorlagen, sodass ich nicht jedes Foto scannen musste. Trotz alle dem sollte ich noch gute vier Tage damit beschäftigt sein- dabei war das Scannen relativ unproblematisch. Die Fotografien waren alle gerade und gut erkennbar, doch als ich das erste scannte zeigte mir das Digitalisat, das, was nur der hochempfindliche Scanner sieht: Die Fotos waren allesamt übersät mit Kratzern, die ich alle manuell mit Photoshop ausbessern musste. Manche sahen so schlimm aus, dass ich teilweise echt am verzweifeln war, doch was soll ich sagen, ich bin eine perfektionistisch veranlagte Person, sodass ich die notwendige Zeit nun mal investierte, um am Ende dann auch wirklich zufrieden sein zu können. Und als Tom mir dann, als ich mit dem ersten Buch fertig war, sagte, dass die Fotos super waren und er sie gleich, ohne etwas verändert zu haben, online gestellt hatte, war ich glücklich und zufrieden und nur noch mehr angespornt, die Fotos des zweiten Buches genauso gut aussehen zu lassen. Am Donnerstag konnte ich die beiden Bücher dann endlich zuklappen und Tom verkünden, dass ich alle Fotografien gescannt hatte. Meine nächste Aufgabe wird es nun sein, die Fotografien zu verschlagworten. Dazu arbeite ich mit dem captioning Modul der Datenbank- eingegeben werden müssen zunächst die main information, also die Quelle (Cabinet Portrait Gallery), um was es sich für Bilder handelt (photographs/portraits), wo die analogen Fotografien in der Picture Library gefunden werden können (books/portraits) und aus welchem Jahrhundert die Fotografien stammen (19th century). Dann geht es los: Zunächst trägt man die Description, den ‚Titel‘ des Fotos ein. Da sind lediglich 60 characters (Zeichen) erlaubt, sodass wirklich nur das aller Wichtigste eingetragen werden darf- bei den Porträts sind das der Name und der Beruf. Im Feld Caption ist der Phantasie dann keine Grenzen mehr gesetzt. Wichtige Eckdaten aus den Biografien der porträtierten Menschen sollen eingetragen werden, damit der Nutzer gleich einen Überblick erhält. Hier muss ich zum Teil ganz schön recherchieren, da ich natürlich nicht das Hintergrundwissen habe, das meine Kollegen schon über die Jahre hinweg ansammeln konnten und so sofort wissen, welcher Schauspieler/in der spät-viktorianischen Epoche sich da gerade vor ihrer Nase befindet oder in was für einer Verbindung dieser und jener Prinz mit dem heutigen britischen Adelshaus steht. Aber die Recherche macht mir sehr viel Spaß und lernen tue ich dabei natürlich auch eine Menge. Im nächsten Schritt checke ich dann, ob es schon andere Bilder/Fotografien zu der Person in der Datenbank gibt, damit ich mir die tatsächliche Verschlagwortung dann einfacher machen kann (ist das der Fall überprüfe ich auch nochmal mein Caption-Feld). Bei der Verschlagwortung kann ich ein separates Fenster öffnen, dass mir schon Schlagwörter vorgibt, die sich aus den vorherigen Eintragungen ergeben haben. Reichen diese vorgegebenen Schlagwörter meines Erachtens nicht aus, füge ich weitere hinzu in dem ich mir zum Beispiel die Fotografie genau anschaue und es dann mit den Schlagwörtern ein bisschen beschreibe- hat der Mann zum Beispiel einen markanten Schnauzer füge ich noch das Schlagwort moustache ein ;). Das Captioning macht mir wirklich Spaß und ist eine tolle Abwechslung und damit bin ich jetzt erstmal ein wenig beschäftigt!

Am Montagabend machten wir dann noch ein kleines housemates-meeting, d.h., dass Matteo, Annachiara, Maggie und ich uns im living room trafen, selbstgemachten apple-rhubarb-pie aßen und quatschen. 20140728_204537[1]

Der Dienstag wurde dann relativ ruhig und nach der Arbeit freute ich mich irgendwie schon auf mein Bett. Da der Abend dann aber wunderschön wurde, mit einem bombastischen Sonnenuntergang, den ich von dem Fenster in meinem Zimmer gut beobachten konnte und die Nacht wolkenlos zu sein schien, machte ich mich kurzfristig gegen 22Uhr mit einer Decke auf und stiefelte los zum heath, um Sterne zu schauen. Ich weiß, dass klingt hoffnungslos romantisch, aber es war wirklich wunderschön. Die vorbeikommenden Menschen (es waren nicht wirklich viele, aber dennoch) schauten mich zwar etwas komisch an, da sie vielleicht dachten, ich würde auf dem heath schlafen wollen, aber das war mir in dem Moment egal. Ich genoss einfach die Ruhe, die kühle Brise, die Sterne und Flugzeuge über mir und war vollkommen zufrieden. Um kurz nach 23Uhr machte ich mich dann wieder auf den Heimweg mit der Gewissheit, dass ich das auf jeden Fall nochmal tun werde 🙂 völlig fertig fiel ich dann gegen Mitternacht in Bett. Und auch am Mittwochabend kam ich nicht wirklich früher ins Bett, da Annachiara, Matteo und ich uns kurzfristig dazu entschlossen noch einen ausgiebigen, abendlichen Spaziergang mit Lara (Hund) nach Blackheath und Greenwich Park zu machen. Dementsprechend bekam ich diese Woche nicht allzu viel Schlaf, was sich am Wochenende noch rächen sollte.

Am Donnerstag machten Annachiara, Matteo und ich dann aus, dass wir am Samstag nach Camden

Matteo, Annachiara und ich auf dem lewisham model market

Matteo, Annachiara und ich auf dem lewisham model market

Town fahren würden, um uns den legendären Camden Market anzuschauen. Am Freitagabend ging es dann aber noch zum Lewisham Model Market.IMG-20140801-WA0009[1]Eintritt waren 3 Pfund und als wir um 20 Uhr ankamen, mussten wir wirklich in einer Schlange warten, um rein zukommen. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Street food, drinks, music und eine Menge super entspannter und netter Menschen erwarteten uns auf dem Marktgelände, das zum Teil überdacht war. Mit Essen und Getränken beladen, suchten wir uns einen gemütlichen Platz und beobachteten das lebhafte Treiben. Also für jeden der gerade in London ist: der Model Market ist noch bis zum 26.09. an jedem Freitag und Samstag von 5pm-1am in Lewisham- es lohnt sich wirklich! Am Samstagmorgen hieß es dann mal wieder früh aufstehen. Camden Town wir kommen! Mit dem National rail ging es zunächst zur London Bridge, dort stiegen wir dann in die Northern line (tube) ein, die uns geradewegs nach Camden Town brachte und was soll ich sagen, ich war geflasht. Camden Town und die vielen unterschiedlichen Märkte sind soviel größer, als ich mir das vorgestellt habe! Auch hier wieder, wer in London ist MUSS unbedingt nach Camden Town, um sich die unfassbar vielen stalls anzuschauen. Es war wirklich grandios! Hier ein paar Impressionen:

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Da Annachiara und Matteo nicht mehr allzu lange in London sind, wollten sie sich am Samstag unbedingt noch einen sehr berühmten Friedhof anschauen. Da ich dazu aber nicht wirklich Lust hatte, bin ich einfach in Camden Town geblieben, habe mir einen vegetarischen Falafel Wrap gekauft und mich an den Kanal gesetzt. Und während ich da so saß und aß, konnte ich beobachten, wie die Schleuse (s. das Foto) geöffnet werden musste, damit eines der Boote seinen Weg fortführen konnte. Danach bin ich noch ein bisschen umher geschlendert und gegen 17 Uhr habe ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht. Hier machte sich dann mein Schlafmangel bemerkbar, denn ich hatte plötzlich tierische Kopfschmerzen- bei mir ein sicheres Anzeichen, dass ich nicht genug Schlaf abbekommen habe. Als ich dann nach Hause kam, machte ich es mir deshalb dann auf der Couch im living room gemütlich und skypte erstmal ausführlich mit der Heimat. Und natürlich schlief ich dann erst einmal heute (oh ja, ich bin aktuell!!) so richtig 20140803_115930[1]ordentlich lange aus! Dann machte ich mir etwas zum Frühstück und setzte mich raus in den kleinen Garten. Jetzt werde ich wohl nochmal ein bisschen raus gehen und mich, wie wahrscheinlich so viele andere auch, auf den heath legen und das Wetter genießen! Also dann bis bald,

Cheers 🙂

 

 

my fifth week in london

Wohnort:London/Lewisham,Verfassung:entspannt

Himmel, wie die Zeit vergeht. Kaum zu glauben, aber ich bin tatsächlich schon fünf Wochen hier! (während ich das hier schreibe eigentlich schon 5 1/2- das mit der Aktualität funktioniert leider immer noch nicht so ganz). Ich denke, die Zeit vergeht so schnell, da ich mich einfach so wohl fühle. Auch auf Arbeit ist eine gewisse Routine entstanden, sodass ich mich zwar immer noch auf die Arbeit freue, aber diese Aufregung, die ich noch am Anfang verspürt hatte, verflogen ist. Jetzt werden es immer weniger Tage.. und kennen wir das nicht alle- die erste Hälfte des Urlaubs vergeht noch ganz normal, die zweite hingegen rast an einem vorbei wie ein IC-Zug..

Ich hatte, um ehrlich zu sein, einen ziemlich.. bescheidenden Start in meine fünfte ‚London-Woche‘. Der Stress vom Sonntag steckte mir noch in den Knochen und die Nacht von Sonntag auf Montag war leider auch nicht so erholsam wie erhofft. Gerädert kam ich dann am Montag auf Arbeit an, doch als meine Kollegen mich nach meinem Wochenende fragten, gab ich meine Erzählungen vom ‚Horror-Sonntag-Morgen‘ zum Besten und konnte dann selber mit lachen. Wie Jess so schön sagte ‚bad experiences make good stories‚. Und recht hat sie- ich denke, diese Geschichte werde ich noch oft erzählen 😉 Nach meiner zweiten Tasse Kaffee ging es dann auch langsam mit der Müdigkeit, sodass ich Tom aufmerksam lauschen konnte, als er mich um Hilfe bat. Er hatte am Freitag zuvor eine große Sammlung von wunderschönen Illustrationen aus Kinderbüchern von Molly Brett erhalten, die zwar schon digital vorlagen, aber noch einen Datenbankeintrag und somit eine Archivnummer erhalten mussten. Dafür war ich zuständig: Es musste zunächst gecheckt werden, ob es sich um monochrome (einfarbig) oder colour (farbig) Bilder handelte, dann wurde der Titel des Kinderbuches, aus dem das Bild stammt, das Erscheinungsjahr des Buches und die Buchseite, auf der sich das Bild befindet, angegeben. Des Weiteren wurden Schlagwörter und das Quellenschlagwort vergeben und letztendlich die Archivnummer als neuen Dateinamen für das Bild eingetragen. Damit hatte ich dann erstmal etwas zu tun, doch ich war froh, zwischen durch etwas anderes machen zu können, als Bilder zu scannen ;). Der Montagabend wurde dann relativ ruhig- auch Matteo und Chiara blieben in ihrem Zimmer. Da mein Vater am Dienstag Geburtstag hatte, blieb ich jedoch bis 23 Uhr auf, um via Skype in seinen Geburtstag „reinfeiern“ zu können. Da war dann auch alle Müdigkeit vergessen und nicht zum ersten Mal dankte ich der Technik, dass sie so etwas ermöglicht. Am Dienstag verspürte ich dann das erste Mal ein bisschen Heimweh. Geburtstage sind einfach besondere Tage, die man mit seinen Liebsten verbringen möchte, doch die Arbeit lenkte mich relativ gut ab. Am Dienstagabend hieß es dann Postkarten schreiben- 13 an der Zahl- JA, 13 Postkarten! Anderthalb Stunden habe ich gebraucht!!! Aber was tut man nicht alles für die Liebsten 🙂

Irgendwie verfolgte mich aber der Oxford-Sonntag die ganze Woche über. Ich fühlte mich schlapp und ausgelaugt und selbst das super Wetter konnte nichts dagegen tun. Es war wirklich sehr sehr warm, sodass Ben, Robb und ich in den Mittagspausen nur faul auf einer Decke unter einem Baum lagen. Gegen 5pm fragte mich dann Robb, ob ich noch Lust hätte nach der Arbeit mit ihm und Ben was trinken zu gehen.  Also machten wir uns nach der Arbeit zusammen zum Hare and Billets auf, bestellten uns etwas zu trinken und suchten uns mit unseren Getränken einen schönen Platz am Hare and Billets Pond. Als ich dann am Abend nach Hause kam, hatte ich eine Nachricht von Sarah bekommen, in der sie mich fragte, ob wir am Donnerstagabend zusammen etwas in der City machen wollen, da sie mit ihrer Arbeit eh den Tag über in der City ist. Also verabredeten wir uns für Donnerstagabend um 7pm an der Charing Cross Station, um etwas Zeit gemeinsam zu verbringen.

Da ich mittlerweile mit den Illustrationen der Kinderbüchern fertig war, begann ich weitere Illustrationen von der Medici Society ltd. zu bearbeiten, damit sie verschlagwortet und online gestellt werden konnten. Die Bilder waren wirklich wunderschön und so toll gemalt, dass man sich bei manchen einfach nicht vorstellen konnte, dass es keine Fotografien sind. Tom erzählte mir, dass sie früher und auch heute noch vor allem als Postkartenmotive verwendet werden.

Nach der Arbeit ging es dann gleich weiter in City, um Sarah zu treffen. Wir hatten wirklich einen tollen Abend- sind an der Themse20140724_211834
entlang gelaufen, haben uns einen kleinen Snack gegönnt und konnten bei tollem Wetter die abendliche Skyline Londons genießen. 🙂

Am Freitag ließ ich es dann entspannt angehen. Ich war wirklich fertig- die ganze Woche über fühlte ich mich schon so, als bräuchte ich eine gewaltige Mütze Schlaf. Die gönnte ich mir dann am Samstag und schlief mal so richtig aus! Danach ging es dann zum Deptford Market- ein relativ großer Flohmarkt, der vor allem von der afroamerikanischen Kultur geprägt ist. Bei gutem Wetter konnte ich die bunten Kleider und allerlei Krimskrams bestaunen und lauschte noch einem Kirchenchor. Als ich wieder nach Hause kam, musste ich noch einkaufen gehen, denn es war mal wieder an der Zeit am Montag lunch vorzubereiten! Ja, ich bin, glaube ich, wirklich ein Teil des Teams geworden 🙂 Am Abend schnappte ich mir noch Lara (Hundi) und ging mit ihr auf dem heath spazieren.

Den Sonntag nutzte ich dann dazu die Sachen für meinen lunch vorzubereiten. Vor allem die Muffins, die ich machen wollte, musste gebacken werden. Für jeden der es nicht weiß: ich LIEBE backen. Irgendwie beruhigt es mich und ich liebe es einfach, die Menschen mit süßen Leckereien zu verwöhnen. Eigentlich wollte ich einen richtigen Kuchen/eine Torte backen, bin aber jetzt im Nachhinein glücklich es nicht gemacht zu haben, denn es wirklich komisch nicht in der eigenen Küche zu backen, vor allem auch deshalb, da die Briten eigene Messeinheiten etc. haben. Ich habe zwar ein englisches Rezept genommen, aber ich war mir trotzdem nicht ganz so sicher, ob das alles funktioniert. Sorgen habe ich mir natürlich mal wieder umsonst gemacht 😉

So, das war’s mal wieder- bald dann mehr!

Cheers 🙂

Oxford.. ein denkwürdiger Tag!

Wohnort:London/Lewisham,Verfassung:exhausted!

Das Chaos begann schon am Samstagnachmittag. Chiara und Matteo hatten sich am Samstag dazu entschlossen am Sonntag nach Oxford zu fahren. Eigentlich hatten wir vorgehabt zusammen zu fahren, aber auf Grund eines Missverständnisses hatten sie total vergessen, dass ich eigentlich mit Sarah am Sonntag verabredet war. Da die beiden aber nicht mehr allzu lang Zeit haben, blieb nur noch der kommende Sonntag. Also habe ich Sarah geschrieben, ob wir das Treffen verschieben könnten, damit ich mitfahren konnte. Die beiden bestellten ihre Bustickets dann schon mal, während ich auf die Antwort von Sarah wartete. Die Email, die die beiden als Bestätigung ihrer Buchung erhielten, war aber total unübersichtlich und schwer zu verstehen, sodass wir gar nicht wussten, wo wir nun das Ticket herbekommen würden. Kurzerhand entschlossen sie sich dann, die komplette Email einfach auszudrucken. Kurz vor 6pm machten Matteo und ich (Chiara war etwas müde) uns auf den Weg, um einen printer shop ausfindig zu machen. Als wir ihn um kurz nach 6 fanden, hatte er eigentlich schon zu, doch die Mitarbeiter waren so nett uns doch noch rein zu lassen, sodass Matteos und Chiaras Tickets nun ausgedruckt waren. Eine gute Stunde später erhielt ich dann auch die Nachricht von Sarah, dass sie damit kein Problem hätte und wir uns gerne an einem anderen Tag treffen könnten. Also hieß es nun für mich Ticket buchen und.. naja ausdrucken ging ja irgendwie nicht mehr. Eigentlich hätte mir schon da klar sein müssen, dass der nächste Morgen/Tag absolut chaotisch werden würde, aber irgendwie ging ich ziemlich locker an die ganze Sache ran und dachte mir, dass die Email als Bestätigung schon reichen würde.

Gegen 11pm gingen wir dann ins Bett, denn der Bus sollte um 9am von Victoria Station in Richtung Oxford aufbrechen, d.h. wir mussten von Lewisham den Zug um 7:36 nehmen, bis Charing Cross fahren und dann in die District oder Circle Line bis Victoria Station fahren. Mein Plan war es um 6am auf zu stehen, mich ganz in Ruhe fertig zu machen und mir noch etwas zu essen für unterwegs vorzubereiten. Das war der Plan.. die Realität sah dann leider Gottes ganz anders aus..

Ich hörte meinen Wecker nicht, sodass mich Chiara um 7am (7!!!!) aufweckte und sagte ich müsse mich langsam fertig machen. Sh**!!! Ich hatte absolut verschlafen und nur noch 20 Minuten Zeit mich fertig zu machen!! Absoluter Horror!!! Ich habe es tatsächlich geschafft mich in den 20 Minuten fertig zu machen, aber leider blieb mir dann keine Zeit mehr etwas zum Essen vorzubereiten. Egal, die Hauptsache war, jetzt einfach nur pünktlich am Busstop zu sein. Hals über Kopf verließen wir das Haus-anzumerken ist, dass ich immer noch kein ausgedrucktes Ticket hatte. Dann hatte der Zug auch noch Verspätung, aber glücklicherweise waren wir trotzdem um 8:15 Victoria Station. Wir folgten den Schildern, die uns zu den Busstops führen sollten und reihten uns hinter einer langen Schlange von wartenden Menschen ein, als wir glaubten endlich unser Ziel erreicht zu haben (Schlangen sind immer gut- einfach mit anstellen). Um sicher zu gehen, fragten wir bei einer Dame hinter einem Tresen nach (auch immer gut, die haben immer Ahnung), die uns dann sagte wir sollen am Stop 7 warten. Hmm, Stop 7 war nirgends zu sehen, aber da war eine 6 auf einem Schild und dadrunter stand Oxford! Super, gefunden! 🙂 Während Matteo und Chiara in der vermeintlich richtigen Schlange warteten, machte ich mich auf den Weg, um jemanden zu finden,den ich fragen könnte, ob meine Email als Busticket reicht oder nicht. Ich wurde zu der gut 200 Meter entfernten Victoria Coach Station weiter verwiesen, um da nach zu fragen. Da wir unsere Tickets über National express gebucht hatten, suchte ich mir einen von den Mitarbeitern und ein freundlicher Herr bestätigte mir freundlich lächelnd, dass das kein Problem sein dürfte. Puuh, Glück gehabt. Als ich wieder bei Matteo und Chiara ankam, hatte sich die Schlange in Bewegung gesetzt. Die beiden zückten ihre Tickets und ich mein Handy. Die Kontrolleurin schaute uns etwas verwundert an und sagte freundlich aber bestimmt, dass diese eine Bustour eine gebuchte Tour mit Guide etc. wäre und wir zum Busstop 7!! müssten. Ahhh, mist also doch falsch! Busstop 7, da war doch was in der Coach Station. Mittlerweile war es 8:40. Langsam wurde es knapp. Als wir dort nun ankamen suchten wir nach irgendeiner 7 auf irgendeinem Schild und fanden sie schließlich. Puuh, nochmal gut gegangen.. dachten wir.. Pustekuchen, dieser Bus fuhr nach Poole nicht nach Oxford. Häää? Aber das ist doch 7?.. Gate 7. Gar nicht Stop, sondern Gate!!! Moment war da nicht etwas..? Bin ich nicht schon gefühlte hundertmal an diesem Morgen, an einer Reihe von Bussen vorbei gelaufen, die an der Straße, wie ganz normale Busse standen? Also dahin!!! Wohlgemerkt liefen wir schon die ganze Zeit in einem Tempo das nun wirklich nicht als ’schlendern‘ beschrieben werden konnte, sodass mir die Beine jetzt schon weh taten. Um 8:50 erreichten wir endlich endlich Busstop 7 und um 8:55 konnten wir einsteigen. Mit Matteos und Chiaras Tickets ging alles gut, doch als ich an der Reihe war schaute mich die Buslady nur ziemlich verwirrt an und versuchte mir freundlich zu erklären, dass ich das Ticket ausdrucken müsse und das sie um Punkt 9 Uhr los fahren würde. Matteo, Chiara und ich tauschten kurze Blicke aus. In dem Moment hätte ich wirklich einfach nur heulen können. Mit belegter Stimme fragte ich die Buslady noch, ob und wenn wie ich mein Geld für die Tickets zurück bekommen könnte, doch sie meinte nur, ich könnte auch einen Bus später nehmen. Die Sekunden vergingen. Ein junger Mann im Bus schaltete sich ein, als ich hysterisch anfing zu fragen, wo ich denn bitte jetzt noch mein Ticket ausdrücken könne. Er erklärte mir, dass in der Bestätigungsemail ein Code mitgesendet wurde und es in der Victoria Coach Station einen Automaten gab, der einem das Ticket ausdruckt. Der Mann rief noch irgendetwas, aber das war ich schon aus dem Bus gesprungen und quer über die Straße rüber zur Coach Station gerannt. Meinen Rucksack durfte ich auch nicht im Bus lassen, da die Buslady ja losfahren würde, wenn ich um 9 (es waren nur noch 4 Minuten bis 9) nicht wieder da sein würde. In der Coach Station fragte ich zum dritten Mal den Mann am information desk, wo ich denn nun das Ticket ausdrucken könnte, doch natürlich fand ich es nicht auf Anhieb. Ich muss ausgesehen haben, wie eine Verrückte, wie ich da durch den ganzen Busbahnhof nach diesem verfluchten Ticketautomaten gesucht habe. Als ich ihn dann endlich gefunden hatte, tippte ich mit vor Anstrengung zittrigen Fingern den Code ein und nur 5 Sekunden später hielt ich das verdammte Ticket endlich in den Händen. Ich setzte zu einem erneuten Sprint an. Die Uhrzeit wollte ich nicht checken. Dann stieß ich noch mit einem Mann zusammen, verlor das Ticket, musste anhalten, zurück laufen und das Ticket aufheben. Um 9:02 rannte ich durch den Ausgang nach draußen auf die Straße, nur um zusehen, dass der Bus, MEIN BUS, an einer roten Ampel stand, aber ganz offensichtlich schon losgefahren war. Wild gestikulierend wollte ich der Lady deutlich machen, dass sie mich doch jetzt noch rein lassen konnte, doch die gestikulierte nur noch wilder und versuchte mir zu erklären, wo der nächste stop war an dem sie halten würde. Auf der anderen Straßenseite kamen mir Matteo und Chiara entgegen. Die Ampel schaltete auf grün und der Bus bog um die Ecke und war weg. Wir begannen wieder zu rennen, liefen erneut zu einer falschen Bushaltestelle, um dann endlich, endlich, endlich den X90-Bus nach Oxford wieder zu sehen, der gerade an einer anderen Haltestelle angekommen war. Ein letzter Sprint und wir waren da. Mit einem blöden Grinsen, das glaube ich, entschuldigend aussehen sollten, stempelte die Buslady mein Ticket und ich suchte mir einen Platz. Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, in was für einem Zustand ich mich befand.

Die Fahrt dauerte 1 Stunde und 40 Minuten und ich konnte mich etwas erholen. Oxford wurde dann wirklich noch ganz schön. Vor allem hatten wir super Glück mit dem Wetter, der Start war bloß einfach nicht der beste 😉20140720_122602 - Kopie 20140720_122731 - Kopie

bodleian library

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ashmolean museum

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eingang zum covered market

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covered market

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oxford

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natural history museum

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oxford

oxford

oxford

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Harry Potter <3

Harry Potter ❤

oxford shop

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broomstick!

broomstick!

oxford shop

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oxford castle

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oxford

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matteo und chiara

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church

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radcliffe camera

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oxford

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my fourth week in london

Wohnort:London/Lewisham,Verfassung:ausgezeichnet

Das ist schon echt erstaunlich- das mit dem Heimweh. Vor dem Beginn meines 10wöchigen Abenteuers hatte ich vor dem Heimweh am meisten Angst, denn meine Familie bedeutet mir alles. Doch nun bin ich hier schon seit 4 Wochen und einzig und allein ein Mal habe ich den Anflug von Heimweh empfunden (erwähnt werden muss, dass ich an diesem Tag krank war). Das soll natürlich nicht bedeuten, dass ich meine Familie nicht vermisse oder mich darauf freue wieder bei ihnen zu sein, doch dieses schrecklich beklemmende Gefühl, dass man irgendwo ist, wo man nicht sein will und einfach zu Hause sein mag, hat sich noch nicht eingestellt und ich denke, dass wird auch nicht mehr passieren. Ein Hoch auf die Technologie, denn via Skype ist es ja nun schließlich so, als sitze man zu Hause im Wohnzimmer. Was ich damit eigentlich nur sagen möchte ist, dass, wenn man vielleicht selber am Überlegen ist, ob ein solches Auslandspraktikum für einen in Frage kommt oder nicht, das Für und Wieder gegeneinander abwägt und man zu dem Gedanken ‚Oh Gott, ich könnte niemals so lange ohne meine Familie und Freunde sein‘ kommt- hört auf darüber nach zu denken und macht es. Ich bin hier so viel unterwegs, erlebe so viele tolle Sachen, dass ich manchmal nicht einmal die Zeit habe groß darüber nach zu denken, was meine Familie oder meine Freunde gerade machen. Also hier mein Appell: Jeder der ein Auslandspraktikum machen moechte und die Gelegenheit hat, der sollte es tun- nicht viel darueber nachdenken, sondern einfach machen! Ich weiss, es ist immer einfach so etwas zu sagen, wenn bei einem selbst alles glatt zu laufen scheint (das ist nicht der Fall, mir gehen auch einige Sachen hier schief), aber wenn ihr erst einmal angekommen seid, werdet ihr schnell merken, dass alle Aengste irgendwie unbegruendet waren. Also los geht’s! 🙂

Meine vierte Woche begann mit dem aufregenden Ereignis, dass ich für meine Kollegen lunch vorbereitet habe. Ich war ehrlich gesagt ziemlich nervös. Am Sonntagnachmittag hatte ich die Soße, die wir zu Hause immer zu den Wraps essen, vorbereitet und voll beladen bin ich dann auf Arbeit angekommen. Gegen 12:30Uhr habe ich mich dann in die Kueche begeben und angefangen Salat, Gurke, Feta-Kaese, Tomaten etc. aufzuschneiden. Ich hatte mich aber leider total mit der Zeit verschaetzt und geriet ziemlich ins Straucheln, doch zum Glueck hat mir Ben dann beim Vorbereiten geholfen, sodass ich um Punkt 13Uhr zu meinen Kollegen ‚lunch is ready!‘ sagen konnte. Kuerzen wir die Sache hier ab: es hat allen sehr sehr gut geschmeckt und jeder hat nicht nur einen sondern zwei gegessen! (auch hier wieder: man macht sich einfach viel zu viele Gedanken!)

Mein Arbeitsfeld hat sich bisher noch nicht wirklich verändert. Zurzeit scanne ich aber Bilder aus dem London Life Magazine von 1966. Luci hatte zuvor die Bilder markiert, die interessant für die Picture Library sein könnten und mir dann die gebundene Ausgabe der Magazine vom Januar, Februar und März gegeben. Und was soll ich sagen: Es waren die 60er Jahre und das Magazin sehr Mode orientiert- perfekt für mich! Seit dem scanne ich Fotos von Elizabeth Taylor, Eric Burdon, Mark Bölan, Mick Jagger und weiteren celebreties in ihren besten Jahren und kann die tolle Mode aus diesem Jahrzehnt bewundern. Und es ist immer wieder interessant was man nicht alles mit Photoshop anstellen kann! 😉 Ansonsten macht mir die Arbeit wirklich Spaß- ich genieße die entspannte Atmosphäre, die Gespräche mit meinen Kollegen und Blackheath allgemein. Ich weiß nicht, wie oft ich es schon gesagt habe, aber Blackheath ist einfach eine kleine, friedliche Oase, wo man dem ganzen Stress so leicht entkommen kann!

Am Montag nach der Arbeit habe ich nicht mehr wirklich was  gemacht- der Abend davor war einfach viel zu aufregend gewesen, als dass ich richtig hätte schlafen können, sodass ich früh ins Bett gegangen bin. Unter der Woche mache ich am Abend eigentlich eh nicht so viel, dafür ist die a) die Zeit zu knapp und b) kann man es sich gar nicht leisten immer etwas zu unternehmen, denn allein die Öffentlichen Verkehrsmittel sind so unfassbar teuer, dass mir noch immer manchmal der Mund offen stehen bleibt. Am Dienstagabend haben Matteo, Chiara und ich uns dann im Wohnzimmer getroffen, haben zusammen gegessen und sind dann noch eine Runde mit Lara spazieren gegangen. Es ist wirklich super wie viele tolle und nette Menschen man hier trifft!

Im Laufe der Woche wurde das Wetter dann immer besser und besser, am Donnerstag erreichten wir Spitzenwerte um die 30 Grad- und das soll hier schon was bedeuten versichern mir meine Kollegen. Weiterlesen

my third week in london

Wohnort:London/Lewisham,Verfassung:besser gehts nicht

Die Erfahrungen, die ich hier mache und noch machen werde, sind wohl mit die wichtigsten in meinem bisherigen Leben. Nennen wir es mal Ausnahmesituation, denn immerhin bin ich alleine in einem fremden Land, in einer fremden Stadt, lebe, wohne und arbeite hier. Die Erfahrungen sind nicht immer positiv, wie sollte das auch gehen, aber ich habe mir angewöhnt nach dem Motto zu leben, dass jede Erfahrung gut ist- man lernt immer etwas  und zu lernen ist immer etwas positives. Mir geht es gut.

Erstmal vorab:WIR SIND WELTMEISTER!!! OH MEIN GOTT!!! Mit Tränen in den Augen, schweißnassen Händen und zittrigen Beinen nach 120 Minuten Anspannung pur, habe ich am Sonntag das Spiel unserer Mannschaft im Hare and Billets geschaut. Zusammen mit Maggie, Nick, drei Freunden von ihnen und dem italienischen Paar (Matteo und Chiara), das hier wohnt, haben wir Deutschland angefeuert. Und endlich hat es geklappt!!! Nach 24 Jahren haben wir endlich wieder die Weltmeisterschaft gewonnen. Ich liebe es in London zu leben, aber am Sonntag hätte ich am liebsten den nächsten Flieger nach Berlin genommen, um mit Freunden und Familie zu feiern. Aber meine Eltern werden alle Zeitungen aufheben und die super special Sondersendungen für mich aufnehmen 🙂 Und mit einem solchen jungen Spitzenteam wird das sicher nicht der letzte Titel gewesen sein.

go Germany!

go Germany!

Jetzt aber chronologisch:

Nach meinem gemütlichen Wochenende ging es dann auf Arbeit wie gewohnt weiter. Ich hatte in dieser Woche, wie ihr ja schon gesehen habt, meine Kamera dabei und habe fleißig Bilder von meinen lieben Kollegen gemacht- Tom war an diesem Tag nicht da, deswegen folgt sein Foto noch- an manchen Tagen katalogisiert er nämlich die Bestände, die zwar über die Picture Library lizensiert sind, die Originale aber nicht in den eigenen Bestand aufgenommen werden. Am Montagabend waren Maggie und ich dann alleine (die deutsche Familie ist ja am Sonntag abgereist) und wir haben uns zusammen etwas zum Essen gemacht. Es war wirklich schön und wir haben viel gequatscht. Eigentlich ist in der Woche nicht allzu viel weiter passiert, außer natürlich das Deutschland-Brasilien-Spiel am Dienstag! Großartig, einfach großartig!! Der ganze Pub hat Brasilien unterstützt und ich habe gefeiert! 7:1, da wurde mir dann wirklich klar, dass wir wirklich super Chancen auf den Titel haben. Mit einem fetten Dauergrinsen bin ich dann am Mittwochmorgen auf Arbeit angekommen und wurde mit Glückwünschen meiner Kollegen begrüßt. Auch das Wetter war bis Mitte der Woche echt gut und meine Spaziergänge mit Ben und Robb in der Mittagspause sind zur Gewohnheit geworden. Ich genieße es wirklich sehr mit den beiden zu quatschen, vor allem, weil mein Englisch dann jeden Tag für mindest 40 Minuten dauert gefordert wird. Außerdem zeigen mir die beiden immer neue, schöne Ecken von Blackheath und Greenwich Park (Greenwich wird übrigens Grenich ausgesprochen), so zum Beispiel am Dienstag, da haben sie mir die sehr sehr alten Bäume im Greenwich Park gezeigt. Die Äste sehen aus als wachsen sie in den Boden hinein, manche liegen richtig auf der Erde, sodass die Baumkronen wie ein Tipi-Zelt aussehen. Steht man unter ihnen, kann man den Himmel nur erahnen. Es war wunderbar! Dann haben sie mir noch die deers, also die Rehe, im Park gezeigt und immer werden unsere Spaziergänge mit Bens niemals enden wollender Gier nach deutschen Wörtern begleitet. Dann zeigt er auf etwas und fragt nach dem deutschen Wort. Letztens hat er eine Packung Streichhölzer hervorgeholt und wollte das deutsche Wort wissen. Jetzt ruft er immer, wenn ich an seinem Büro vorbeilaufe, Streichhölzer und grinst. Wie ich schon meinte, mir geht es gut hier 🙂

Am Donnerstag hat es dann angefangen zu regnen und unser Spaziergang ist leider ausgefallen. Das Essen, das die Kollegen zum lunch vorbereiten, ist immer noch super, speziell wenn Robb kocht, da er auch immer darauf achtet, dass es vegetarisch ist 🙂 Am 14.07. bin ich dann dran mit lunch, sodass der Donnerstagabend dazu genutzt wurde, alle Sachen einzukaufen. So hatte ich mir das jedenfalls vorgestellt. Davor noch schön alle Zutaten von meiner Mutter bekommen, habe ich mich also zum Tesco aufgemacht. Aber ich habe einfach keinen verdammten Quark gefunden!! Eine volle Stunde habe ich von meiner kostbaren Zeit geopfert nur um ohne irgendetwas gekauft zu haben, den Laden wieder zu verlassen. Ich war wirklich etwas stinkig, habe dann aber umdisponiert und mich entschlossen Wraps für Montag vorzubereiten, so wie wir sie zu Hause essen. Als ich dann mit schlechter Laune nach Hause kam, standen plötzlich zwei Fremde in der Küche. In meinem Ärger hatte ich ganz vergessen, dass wir neue Gäste bekommen. Das italienische Pärchen. Matteo und Chiara sind super lieb und total sympathisch! Ich treffe hier wirklich nur nette Leute! Die schlechte Laune war wie weggeblasen und wir haben uns gleich für das Wochenende verabredet zusammen etwas zu unternehmen. Weiterlesen

my second week in london – 2/2

Wohnort:London/Lewisham,Verfassung:angekommen

Ich muss zugeben, ich habe mir das etwas leichter vorgestellt mit dem Blog- habe gedacht, ich hätte massig Zeit einen ultra hippen Blog zu erstellen, ihn täglich aktualisieren zu können und so weiter und so fort. Die Tatsache, das ich aber tatsächlich nicht einmal die Zeit finde eine Woche in einem Beitrag zusammen zu fassen, beschreibt meine Situation denke ich mal ganz gut. Also verzeiht mir bitte, wenn ich mal nicht so viel schreiben kann oder nicht immer top aktuell bin!

Nachdem ich also meinen ersten Arbeitstag geschafft hatte, war ich zugegeben ziemlich fertig. Immerhin hatte ich eine Woche Urlaub und wie ihr wahrscheinlich alle wisst, ist nach dem Urlaub aller Anfang schwierig. Am Abend kam dann noch eine deutsche Familie (Vater, Sohn, Tochter) an und bezogen bis Samstag das Zimmer, in dem vorher Isa und Julien gewohnt haben (ich vermisse die beiden wirklich!). Dirk, Juri und Mila waren für zwei Konzerte in der Stadt und ich habe es sehr genossen mal wieder deutsch sprechen zu können. Wie sich aus einem Gespräch mit Juri ergeben hat, studiert er ebenso wie meine Schwester an der FU Berlin Jura- das ist nun wirklich nicht ungewöhnlich, klar ein Zufall, aber es studieren so viele dort, dass ja eine allgemeine Anonymität herrscht und es sein kann, dass man sich nie wirklich kennen lernt. Doch wie das Schicksal es so wollte, saßen die beiden tatsächlich in dem gleichen Seminar und kennen sich! Gott, die Welt ist echt ein Dorf! Ich meine, wie wahrscheinlich ist es, dass man in London für einen gewissen Zeitraum im gleichen Haus wohnt und man sich über drei Ecken kennt?! Naja, immerhin war das Eis dann gleich gebrochen, da man sich ja doch irgendwie kennt und man hat sich gut unterhalten.

Die nächsten Arbeitstage verliefen dann alle sehr ähnlich wie der erste, was nicht bedeuten soll, dass es mir nicht gefallen hat! Die Atmosphäre hier ist echt super- die Leute sind alle freundlich und offen und neugierig, ebenso wie ich und nach dem die Hemmungen Englisch sprechen zu MÜSSEN mit jedem Gespräch mehr und mehr verschwunden waren, habe ich mich auch hier sehr gut unterhalten können. Ich arbeitete weiter an meinem Stapel Bilder, die zu scannen waren und kann jetzt, nachdem ich den Stapel geschafft habe, guten Gewissens von mir behaupten, dass ich ein echter Pro bin! 😉 Und jeden Tag wurde ich hier mit leckeren Sachen zum Lunch überrascht, ich bin begeistert!

Am Freitag war super Wetter, eigentlich schon die ganze Woche, und Robb und Ben haben mich gefragt, ob ich nach dem Essen in der Mittagspause zusammen mit ihnen ein bisschen durch Blackheath laufen möchte- das machen sie jeden Tag, wenn das Wetter gut ist und ich fand es ausgesprochen sympathisch, dass sie mich dazu eingeladen haben. Ca. 5 Minuten später fragte mich dann auch Tom, ob ich mit ihm und ein paar anderen in den Pub um die Ecke gehen möchte. Ah Zwickmühle und ich bin doch so entscheidungs-unfreudig. Aber gut, ich hatte Robb schon zugesagt und deshalb haben wir uns dann nach dem Essen aufgemacht und die beiden haben mir Blackheath ein bisschen gezeigt. Die zwei sind echt super nett und witzig, haben mein Englisch gelobt und mich ein bisschen über Berlin ausgefragt. Am Ende unseres walks haben wir uns dann noch für den Abend zum Deutschland-Frankreich-Spiel in einem Pub in Blackheath verabredet, wo nach der Arbeit schon die deutsche Familie auf mich warten würde. Erwähnt werden muss noch, dass Ben halb Franzose ist und wir während der Mittagspause ausgiebig darüber diskutiert haben, wer denn nun das Spiel gewinnen wird. Auf Grund des Deutschlandspieles hatte ich schon eine halbe Stunde früher am Morgen angefangen zu arbeiten, sodass ich um 17 Uhr gehen konnte. Tatsächlich kam dann aber Tom schon eine Viertelstunde früher zu mir und meinte ich könne gehen, da das Spiel ja bald anfangen würde. Sehr sympathisch! 🙂 Und tja was soll ich sagen, wir haben gewonnen!!! 😀 GO GERMANY!!

Das Wochenende wurde dann ziemlich lazy, denn irgendwie hatte mich die Woche dann doch geschafft und geregnet hat es auch noch. Am Samstag habe ich erst einmal ausgiebig ausgeschlafen, mich dann zum Lewisham Shopping Centre aufgemacht und mir zwei englische Bücher gekauft. Auf der Couch im living room habe ich es mir dann mit Tee und Keksen gemütlich gemacht (Maggie war das Wochenende über bei ihrem Freund) und ich kann echt nur sagen, dass, wenn man im Ausland ist, es super von Vorteil ist, wenn man sich Lektüre in der Landessprache holt- man bleibt einfach im Fluss!

Am Sonntag hat es dann weiter geregnet, also habe ich weiter gelesen. Als es am Nachmittag besser wurde, bin ich dann nochmal raus für einen kleinen Spaziergang im Greenwich Park- einfach wunderbar diese vielen Parks und Grünflächen hier! Ich meine, Berlin ist ja auch schon ziemlich grün, aber im Vergleich zu London ist das wirklich nichts!

So, das war meine zweite Woche in London, bald dann mehr von mir,

Cheers und byebye 🙂